Halle goes Händel

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In Halle wird seit Jahrzehnten das riesige Werk Händels erforscht und gefeiert. Händel, das fleißige Genie, der gewievte Musikproduzent, der den Nerv seines Publikums bestens kannte, der keinerlei Scheu vor Marketing hatte. Heute wäre er vielleicht ein Mann des Musicals. In der Oper Halle gibt es das Oratorium Jephta. Der Kriegsführer Jephta gelobt bekanntlich seinem Gott, nach dem Sieg den ersten Menschen zu opfern, dem er begegnet. Es wird seine eigene Tochter sein. Jephta ist Händels letztes großes Werk. Daneben präsentiert Halle Händels unverwüstliche Arien  Die mit schmiegsamen, lyrischen Alt ausgestattete Punk-Italienerin Sonja Prina mag es ganz unkonventionell. Privat, sagt Prina, höre sie ausschließlich Rockmusik. „Ich höre mir nicht einmal meine eigenen CDs an. In meiner Familie, mit den Kindern und meinem Freund: immer nur Rockmusik! Und ich nehme daraus übrigens sehr viel Inspiration für meinen Barock-Gesang“. Das Universum Händel, das alles auf überraschende Weise vereint: Pop-Gefühle, musikalische Experimente und geistliche Klänge. In Halle kann man es erleben.