"Dolce Duello" nennen Cecilia Bartoli und Sol Gabetta ihr musikalisches Joint Venture. Sie haben sich eingegraben in die Archive der Musik und haben verschollene Barockarien gefunden. Es ist ein Primadonnen-Projekt. Raus aus dem Trott. Es geht auch um Freundschaft. Sie spielen ihren Händel, Vivaldi, mit körperlichem Einsatz. Der Spaß ist spürbar! "Die Idee ist, zusammen Musik zu machen", sagt die Sängerin. "Zu erleben: Wie höre ich die Musik, wie hört Sol sie, was hört das Publikum? Das hat fast etwas Religiöses. Wir tauschen uns aus, teilen etwas. Wer macht das heute noch? Man sitzt alleine vor dem Computer, man starrt auf sein iPhone. Aber hier machen wir etwas gemeinsam: es ist eine geheimnisvolle Komplizenschaft." Und die Cellistin Sol Gabetta fügt hinzu: "Für uns Musiker ist es enorm wichtig, wie man mit dem Publikum kommuniziert. Es war für mich eine Entdeckung, zu erleben, wie Cecilia mit ihrer Bühnenerfahrung auf das Publikum zugeht, es mitnimmt. Daraus habe ich gelernt. Es ist etwas ganz anderes, als wenn ich mit einem Pianisten oder einem Orchester spiele."
